Projekte weltweit

Save the Children Schweiz führt in den untenstehenden Ländern Projekte, die alle das gleiche zum Ziel haben: Die Zukunftschancen von Kindern verbessern.

Save the Children Projekte (Schweiz) auf einer grösseren Karte anzeigen

Äthiopien: Hilfe im Dorf

Die Mehrheit der Kinder in Äthiopien hat keinen Zugang zu elementarster Gesundheitsversorgung. Am schlimmsten ist die Lage in ländlichen Gebieten, die Kindersterblichkeit ist eine der höchsten weltweit. Erschwerend kommt hinzu, dass weite Teile der Bevölkerung wegen der Dürren nicht genug zu essen haben. Schon vor der aktuellen Hungersnot waren rund 40% der Kinder unterernährt. Nebst unmittelbarer Nothilfe stärkt Save the Children die Gesundheitsversorgung in den Dorfgemeinschaften und bildet lokale Gesundheitshelfer aus, die Krankheiten erkennen und Grundversorgung leisten können. Damit erhalten auch die ärmsten Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung.

Côte d'Ivoire: Schulbesuch schützt Kinder

Als im März 2007 ein Friedensabkommen unterzeichnet wurde, keimte Hoffnung auf, dass die Elfenbeinküste nach 5 Jahren Bürgerkrieg wieder zur Stabilität zurückfinden würde. Wie zerbrechlich der Friede an der Elfenbeinküste ist, zeigt die Entwicklung nach den Wahlen 2010. Vor allem Kinder sind von den Folgen des Krieges und der Unruhen stark betroffen. Tausende Familien wurden aus ihren Heimatdörfern vertrieben, viele Kinder von ihren Eltern getrennt.
Der Schwerpunkt der Arbeit von Save the Children liegt in den Bereichen Kinderschutz und Schulbildung. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder, die zur Schule gehen, viel weniger als Kindersoldaten rekrutiert werden können. Bildung ist der Schlüssel, dass junge Erwachsene selbständig denkend zum Aufbau des Landes beitragen. Eine bessere Schulbildung ist auch Integrations- und damit Friedensarbeit in einem Land mit mehr als 60 Ethnien und 70 Landessprachen.

Nepal: Gesundheit und Ernährung in Schulen

Nepal ist eines der ärmsten Länder der Welt. Über 30% der Nepalesen leben unter der Armutsgrenze, mehr als die Hälfte der 28 Millionen Einwohner sind Analphabeten. Nur gesunde Kinder können in der Schule am Ball bleiben und für die Zukunft lernen. Deshalb sorgt Save the Children dafür, dass die Kinder in der Schule nicht nur Rechnen und Schreiben lernen, sondern kontrolliert in regelmässigen Abständen die Gesundheit und Entwicklung der Kinder. Zudem erhalten die Kinder Nahrungsergänzungsmittel, wie zum Beispiel Eisentabletten. Kinder und Eltern erhalten wichtige Informationen über Gesundheitsvorsorge und Hygiene und Save the  Children sorgt für sauberes Trinkwasser.

Afghanistan: Kampf gegen Armut

Jedes vierte Kind stirbt in Afghanistan vor seinem fünften Geburtstag. Durchfall und Atemwegserkrankungen sind häufige Todesursachen. Die Mehrheit der Menschen lebt in Armut. In den entlegenen Regionen haben die Menschen kaum Zugang zu Gesundheitsversorgung. Save the Children leistet mit Nahrungsmitteln und Kleinkrediten direkte Hilfe für die ärmsten Familien. Schwerpunkt der Arbeit ist der Aufbau von Gemeindeprojekten zur Behandlung von Unterernährung bei Kleinkindern und die Aufklärung von Müttern und Schulkinder über Hygiene und Ernährung.

Albanien: Roma-Kinder in Schulen integrieren

In Albanien hat etwa die Hälfte der schulpflichtigen Roma-Kinder nie eine Schule besucht - aus Armut und weil sie ausgegrenzt werden. Wegen der verbreiteten Kinderarbeit wird der Schulbesuch oft unmöglich. Die Diskriminierung von Roma-Kindern in der Schule ist allgegenwärtig. Doch Schulbildung ist für  Roma-Kinder die Chance, die Ausgrenzung zu überwinden und aus der Armut auszubrechen. Unser Pilotprojekt in vier Grundschulen und Vorschulen in Korca und Gjirokastra integriert Roma-Kinder in der albanischen Schule. Im Unterricht werden moderne, kindergerechte Lehr- und Lernmethoden eingeführt. Dadurch wird eine bessere Qualität der Schule für alle Kinder erreicht. Unser vierjähriges Pilotprojekt ermöglicht zudem, dass nationale Richtlinien zur Integration der Roma-Kinder behördlich verankert werden.

El Salvador: Frühkindliche Entwicklung fördern

12 Jahre Bürgerkrieg prägen die Bevölkerung El Salvadors - Gewalt und Kinderhandel sind Alltag. Ein grosser Teil der Kinder geht nur einige Jahre zur Schule - in ländlichen Gebieten sind es gerade mal 25%, welche die fünfte Klasse beenden. 27 von 100 Kinder unter 19 Jahren haben selber schon Kinder. Save the Children sorgt dafür, dass die Kinder gesund und sicher aufwachsen können, soziale Unterstützung erhalten und motiviert werden, zu lernen. In Zentren für frühkindliche Entwicklung bereiten wir Kinder zwischen drei und fünf Jahren spielerisch auf den Schulbesuch vor. Dank regelmässigen medizinischen Untersuchungen werden Entwicklungsdefizite, zum Beispiel aufgrund von Mangelernährung, schnell erkannt. In Elternclubs können sich Mütter und Väter über Fragen der kindlichen Entwicklung austauschen.