Katastrophenhilfe

Nothilfe in Pakistan. (Copyright: Jason Tanner / Save the Children, )

 

Flutkatastrophe in Pakistan trifft dreimal so viele Menschen wie der Tsunami

Save the Children verteilt Hilfsgüter und baut die medizinische Versorgung aus. Die ersten 18 Kinderschutzzentren haben den Betrieb aufgenommen.


Junge im überschwemmten Swattal.

Bei der Jahrhundertflut in Pakistan sind bislang mehr als 1'800 Menschen ums Leben gekommen. Das Ausmass der Katastrophe ist viel grösser als bisher angenommen: Über 20 Millionen Menschen sind betroffen, darunter mindestens 6 Millionen Kinder.

Save the Children Mitarbeiter verteilen Lebensmittel und Hygiene-Pakete mit Seife, Desinfektionsmitteln und verschliessbaren Wassereimern. Ausserdem versorgen die Helfer die Familien mit Moskitonetzen. Die Gesundheitsteams von Save the Children behandeln immer häufiger völlig dehydrierte Kinder, die an Durchfall leiden. Ausserdem diagnostizieren sie immer häufiger Lungenentzündung. Alle drei Krankheiten sind für Kleinkinder und Babys eine tödliche Gefahr.

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  "Uns stehen noch mindestens 30 Tage mit ergiebigem Monsunregen bevor. Vor unseren Augen nimmt eine humanitäre Katastrophe ihren Lauf", sagt Mohammed Qazilbash, Sprecher von Save the Children in Islamabad. "Nahrungsvorräte sind verloren und die Ernten zerstört. Wir haben grosse Angst vor der Ausbreitung von Seuchen. Wir benötigen dringend mehr Hilfe, aber es ist für die lokalen Behörden sehr schwer, diese zu leisten. Deshalb sind wir auf Unterstützung von aussen angewiesen."   

Der Mangel an sauberem Wasser ist vor allem in den Dörfern im Süden des Landes das Hauptproblem. Die Brunnen sind verseucht, viele Familien sind gezwungen, das verseuchte Brackwasser zu trinken. 

    

Abgeschnittenes Dorf im Swattal    

Das Hauptproblem für die Helfer: Die von der Flutkatastrophe betroffenen Gebiete sind oft vollkommen von der Aussenwelt abgeschnitten. Erst nach einem tagelangen Treck mit Maultieren gelang es einem unserer Nothilfeteams, Medikamente nach Allai im Nordwesten des Landes zu bringen. Für die Menschen dort waren es die ersten Hilfsgüter, die sie bekamen.      

Save the Children arbeitet seit über 30 Jahren in Pakistan. Derzeit sind über 500 Helfer in allen vier von der Flut betroffenen Provinzen im Einsatz. Die unmittelbare Notversorgung der Familien ist aber nur der Anfang unserer Arbeit im Katastrophengebiet.   

Mehr als 7'800 Schulen in Pakistan wurden von den Wassermassen weggerissen und zerstört. Mindestens 5'000 Schulgebäude dienen als Notunterkunft für obdachlose Familien. Das Bildungssystem in Pakistan war schon vor der Flut nicht sehr stabil. Der Wiederaufbau von Schulen wird eine sehr langwierige und schwierige Aufgabe werden, die Jahre dauern kann. 

In den kommenden sechs Monaten will Save  the Children mindestens zwei Millionen Menschen in Pakistan helfen. Dazu braucht es dringend Ihre Unterstützung. 

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Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!  

 

 Zerstörte Häuser im Swattal. Zerstörte Häuser im Swattal