Hungerkrise bedroht Kinderleben – jetzt helfen!

Schwere Hungerkrisen betreffen gleich mehrere Länder: 1,4 Millionen Kinder sind in Somalia, Südsudan, Jemen und Nigeria unmittelbar vom Hungertod bedroht!
Khadar und ihr einjähriger Sohn Abdirahman in einer mobilen Gesundheitsklinik in Puntland, Somalia.

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Südsudan: Im jüngsten Land der Welt herrscht seit drei Jahren ein brutaler Bürgerkrieg, der Millionen vertreibt. Fast die Hälfte der Bevölkerung – 5,8 Millionen Menschen – ist dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. In Teilen des Landes deklarierte die UN zwischen Februar und Juni eine Hungersnot. Der seit drei Jahren andauernde Bürgerkrieg hat bereits mehr als drei Millionen Menschen aus dem Südsudan vertrieben. Der grösste Teil davon flieht ins Nachbarland Uganda, welches nun mehr Flüchtlinge aufgenommen hat, als ganz Europa im Jahr 2016 zusammen. Uganda beherbergt unter anderem das grösste Flüchtlingslager der Welt: Bidi Bidi mit mehr als 270 000 Einwohnern.

Somalia: Das Land am Horn von Afrika steht aufgrund der schwersten Dürre seit Jahrzehnten am Rande einer Hungersnot. 6,7 Millionen Menschen sind von Hunger betroffen. Krankheiten wie Cholera und Masern sind auf dem Vormarsch. Drei Viertel des Viehbestandes sind bereits verendet. Seit Beginn unserer Hilfsmassnahmen währen der Dürre hat Save the Children in Somalia beinahe eine Million Kinder mit Hilfe versorgt.

Kenia: 2,7 Millionen Menschen sind von Nahrungsmittelunsicherheit betroffen – darunter 1,3 Millionen Kinder. Die aktuelle Regenzeit brachte keine richtigen Niederschläge, die Situation bleibt katastrophal. Täglich treffen verzweifelte Menschen aus Somalia im Dadaab Flüchtlingslager (250 000 Einwohner) nahe der kenianisch-somalischen Grenze ein.

Äthiopien: 7,8 Millionen Menschen sind auf Unterstützung angewiesen. Die letzte Regenzeit dauerte statt drei Monaten nur drei Tage. Zusätzlich zur lokalen Bevölkerung treffen täglich Dutzende Familien aus Somalia im Dollo Ado Flüchtlingslager ein. Die Dürre zwingt viele Kinder, die Schule abzubrechen, weil sie wegen dem Hunger weniger Energie haben und sich schlechter konzentrieren können.

Nigeria: Seit sieben Jahren herrscht im Nord-Osten Nigerias brutale Gewalt und Instabilität.15 Millionen Menschen sind vom brutalen Konflikt im Nordosten Nigerias betroffen. Sieben Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mehr als 1,5 Millionen – die Hälfte davon Kinder – wurden aus ihren Häusern vertrieben und leben nun unter hungersnotähnlichen Zuständen in provisorischen Vertriebenenlagern. Der Konflikt hat ausserdem eine Bildungskrise ausgelöst: Drei Millionen Kinder im Nordosten Nigerias haben keinen Zugang zu Bildung.

Jemen: Seit zwei Jahren tobt im Jemen der grösste vergessene Konflikt der Welt. Die Folge ist die schwerste Nahrungsunsicherheit weltweit: 21,2 Millionen Menschen sind auf humanitäre Unterstützung angewiesen. Über 80 % der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser oder sanitären Anlagen. 1,3 Millionen Kinder sind akut mangelernährt.

Die Vereinten Nationen unterscheiden fünf Stufen von Hungerkrisen. Eine Hungersnot, die fünfte und schlimmste Stufe, ist gegeben, wenn:

  • Mindestens 30 Prozent der Bevölkerung akut unterernährt sind.
  • Pro Person weniger als vier Liter Wasser am Tag zur Verfügung stehen.
  • Die Menschen kaum Zugang zu Nahrungsmitteln haben und sehr viel weniger als die vom Körper benötigten 2.100 Kilokalorien täglich zu sich nehmen.
  • Ein grosser Teil der Bevölkerung die gesamte Lebensgrundlage verloren hat und keine Möglichkeit sieht, ein Einkommen zu erwirtschaften.
  • Mindestens zwei von 10.000 Menschen täglich an Nahrungsmittelmangel sterben.
     

Die letzte offizielle Hungersnot am Horn von Afrika forderte im Jahr 2011 über 250.000 Menschenleben – die Hälfte davon Kinder. Damals starb die Hälfte aller Todesopfer noch bevor die UNO überhaupt von einer Hungersnot sprach. Die internationale Gemeinschaft ist verpflichtet, schnell zu handeln, um Leben zu retten und die Fehler von 2011 nicht zu wiederholen.
 

Die Hilfsmassnahmen von Save the Children umfassen:
 

  • Wasserlieferungen (Tanklaster, Aufbau von Wassertanks und Wasserinfrastruktur) in besonders stark betroffenen Regionen
  • Nahrungsmittelgutscheine und Bargeld-unterstützung, damit betroffene Familien Esswaren für sich und ihre Kinder kaufen können
  • Mobile Gesundheitskliniken, in denen Kinder auf Mangelernährung untersucht und medizinisch versorgt werden
  • Nahrungsmittelhilfe, u.a. für Familien, die ihr Vieh verloren haben oder flüchten mussten
  • Mittagsmahlzeiten und sauberes Trinkwasser an Schulen damit Kinder sich im Unterricht richtig konzentrieren können und die Schule nicht abbrechen
  • Verteilung von Viehfutter, damit Familien ihr Vieh nicht verlieren und die Tiere – die Lebensgrundlage der Menschen – ihnen auch nach der Dürre erhalten bleiben
  • Stillberatung und vorgeburtliche Untersuchungen für Frauen, um Mangelernährung bei ungeborenen Kindern zu bekämpfen. Wir vermitteln Müttern wichtige Informationen zur Ernährung ihrer Kinder und propagieren ausschliessliches Stillen währen der ersten sechs Monate.
  • Kinderschutz- & Bildungsmassnahmen in Camps für Vertriebene und in bestehenden Schulen, damit diese nicht schliessen müssen
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