Flüchtlingstragödie

Jeden Tag riskieren Tausende verzweifelte Menschen, darunter Kinder, ihr Leben, um nach Europa zu gelangen.
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12.06.2017

Helfen Sie uns, verzweifelten Familien auf der Flucht zu helfen. Spenden Sie jetzt!

Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht wie heute. Fast 65 Millionen sind es, die vor Krieg, Verfolgung und extremer Armut fliehen – die Hälfte von ihnen Kinder. Eine der unzähligen weltweiten Flüchtlingstragödien spielt sich dabei direkt vor unseren Augen ab – auf dem Mittelmeer und in der Balkanregion.

Im Jahr 2017 sind über 80.000 Menschen in Europa angekommen – im Jahr 2016 waren es mehr als 360.000! Auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Verfolgung riskieren ganze Familien die lebensgefährliche Überfahrt – sogar bei widrigsten Wetterbedingungen. Sie sind auf der Suche nach Sicherheit, nach Zukunftsperspektiven für sich und ihre Kinder, nach einem neuen Leben.

Viele der verzweifelten Menschen stammen aus Syrien, Südsudan und anderen Krisenregionen im Nahen Osten und in Afrika. Andere fliehen vor autoritären Regimes und aus der Hoffnungslosigkeit gescheiterter Staaten.

Menschen über Bord geworfen

Kinder, die mit ihren Familien oder manchmal auch ganz allein in Europa ankommen, erzählen uns schreckliche Geschichten von ihrer langen und gefährlichen Flucht. Wer auf dem Meer seekrank wird, wird von den Menschenschleppern über Bord geworfen. In Libyen, wo viele Flüchtlingsboote starten, werden Frauen brutal vergewaltigt – vor den Augen ihrer Kinder. Jugendliche werden monatelang festgehalten und geschlagen, bis ihre Familien den Schmugglern mehr Geld für die Reise bezahlen können.

Viele Kinder sind bei ihrer Ankunft in Europa völlig verstört, manche wissen nicht, wo sie angekommen sind – sie hoffen verzweifelt, dass dies Europa ist, dass sie Asyl erhalten. Sie erzählen uns, dass sie auf dem Meer schreckliche Angst hatten. Dass sie sich vor den riesigen Wellen fürchteten und glaubten, zu ertrinken. Denn viele von ihnen können nicht einmal schwimmen.

Save the Children hilft vor Ort

Syrien & Region: Durch unsere lokalen Partnerorganisationen arbeiten wir auch fast sechs Jahre nach Ausbruch des Konflikts weiterhin innerhalb Syriens. Wir versorgen Kinder und ihre Familien in Syrien und in den Nachbarländern der Region mit dringend benötigter Nahrung, medizinischer Versorgung und Schutz und ermöglichen den Kindern trotz Gewalt und Krieg weiterhin eine Schule zu besuchen und zu lernen.

Italien: Save the Children arbeitet seit 2008 mit ankommenden Flüchtlingen in Italien. Wir führen unbegleitete Kinderflüchtlinge mit ihren Familien zusammen, kümmern uns um ihre Gesundheit, stellen psychosoziale Betreuung, medizinische sowie rechtliche Hilfe zur Verfügung und überwachen Standards in den Empfangszentren. Mit einem eigenen Rettungsschiff auf dem Mittelmeer unterstützen wir die Seenotrettung der italienischen Behörden und bewahren Kinder und ihre Familien vor dem Ertrinken.

Spanien: In der spanischen Enklave Melilla in Nordafrika betreiben wir einen mobilen kinderfreundlichen Raum und kümmern uns um unbegleitete Jugendliche.

Griechenland: Wir arbeiten im Norden Griechenlands, in Athen und auf den griechischen Inseln Lesbos, Chios, Samos, Kos und Leros und konzentrieren uns dabei auf Kinderschutz-massnahmen. Wir betreiben kinderfreundliche Räume und bieten interessierten Kindern Englisch und Griechisch-Nachhilfe. Als Reaktion auf das Abkommen zwischen der EU und der Türkei und der damit einhergehenden Umfunktionierung ehemaliger «Hotspots» in geschlossene Gefangenenlager, mussten wir einige Aktivitäten auf den griechischen Inseln suspendieren. Wir verurteilen das Vorgehen der EU als willkürlich, illegal und menschenunwürdig.

Mazedonien: Save the Children betreibt spezielle Schutzräume für unbegleitete Minderjährige sowie für Kinder und Mütter, leistet medizinische Hilfe und stellt unbegleiteten Kindern spezielle Betreuungsangebote zur Verfügung.

Serbien: In Belgrad, Presevo und Subotica verteilen wir Hilfsgüter und betreiben kinderfreundliche Räume, wo Kinder Schutz vor Gewalt und Ausbeutung sowie einen Platz zum Lernen finden. Wir identifizieren unbegleitete Minderjährige und verweisen sie an die zuständigen serbischen Sozialbehörden.

Kroatien: Save the Children arbeitet in Zagreb und Kutina, wo Flüchtlinge seit der Grenzschliessung untergebracht sind. In einer Mutter-Kind-Zone versorgen wir Mütter mit Kleinkindern mit Hygieneartikeln und Beratung. Daneben leisten wir psychosoziale Ersthilfe für Kinder und bieten Kroatisch- und Englischkurse für Kinder und Eltern an.

Nord- und Westeuropa: In der Schweiz, in Dänemark, Deutschland, Frankreich, England, Finnland, Norwegen und Schweden betreibt Save the Children kinderfreundliche Räume in Empfangszentren und leistet psychosoziale sowie rechtliche Hilfe für Flüchtlingsfamilien.

Helfen Sie uns, Kindern und Familien auf der Flucht weltweit zu helfen!