Syrien: Verzweifelte Lage in Ost-Ghouta

Die Situation in Ost-Ghouta bleibt weiterhin prekär. Partnerorganisationen von Save the Children vor Ort berichten, dass die Gewalt nur wenige Stunden nach Einsetzen der vereinbarten Waffenruhe wieder ausbrach.
Ost-Ghouta, Syrien

05.03.2018

Trotz verabschiedeter Resolution der Vereinten Nationen zu einer Waffenruhe in Ost-Ghouta halten die Kämpfe an. Dies erschwert Hilfsorganisationen den humanitären Zugang zu betroffenen Gebieten. Dringend benötigte Lieferungen wie Nahrung oder Medizin bleiben aus. Und das, obwohl das Essen ausgeht und die Raten von Mangelernährung bei Kindern seit Ausbruch des Syrien-Konflikts niemals höher waren.

Partnerorganisationen von Save the Children haben in Ost-Ghouta bisher mehr als 28.000 Menschen mit Hilfe versorgt – und wir tun alles in unserer Macht Stehende, um diese Hilfe so bald wie möglich auszuweiten! Unsere Hilfsleistungen umfassen derzeit das Verteilen von Notfallpaketen mit Hygieneartikeln, Nahrungsmitteln und warmer Kleidung oder die Unterstützung von schwangeren Frauen. Wir helfen Kindern, trotz Konflikt, Zugang zu Bildung zu erhalten und setzen Kinderschutzmassnahmen wie psychosoziale Unterstützung oder psychologische Erste-Hilfe um.

Trotzdem bleiben noch immer Tausende Kinder in einem Albtraum gefangen, der nicht aufhören will. Die Länderdirektorin von Save the Children für Syrien, Sonia Khush, sagt dazu: «Kinder und ihre Familien in Ost-Ghouta sind gezwungen, in ihren Kellern Schutz vor der erneuten Gewalt zu suchen. Wenn wir einen Unterschied für Kinder machen wollen, muss die Gewalt sofort aufhören und dringend benötigte Lebensmittel und medizinische Lieferungen zugelassen werden!»

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Detailliertere Informationen zu den Auswirkungen des Krieges auf syrische Kinder erhalten Sie in unserem Bericht «unsichtbare Wunden»