Rohingya: Erste heftige Regenfälle erreichen Flüchtlingscamps

Die ersten heftigen Regenfälle der Monsunsaison 2018 haben bereits die Flüchtlingsunterkünfte der Rohingya in Cox’s Bazar in Bangladesch getroffen. Dort leben inzwischen rund 898.000 Rohingya – mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder.
Rohingya Monsun erste Regenfälle

20.04.2018
Die in Cox's Bazar lebenden Rohingya sind nach einer oft traumatischen Flucht aus Myanmar erneut in grosser Gefahr. Wir appellieren an die internationale Gemeinschaft, Hilfsorganisationen ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen. Save the Children hat in den vergangenen Monaten seine Monsun-Vorbereitungen massiv verstärkt, Schutzpakete verteilt, Abwasserkanäle und Brücken verbessert, Hanglagen verstärkt und den Kindern Identitätsarmbänder zur Verfügung gestellt. Wir haben auch Gesundheitszentren und kinderfreundliche Räume ausgebaut und bieten viele dieser Dienste „mobil" an, um für diejenigen erreichbar zu sein, die aufgrund der Regenfälle möglicherweise abgeschnitten werden. Die Monsunzeit in Bangladesch dauert in der Regel von Mai bis Oktober.
 
Kindern drohen zusätzliche Gefahren

„Es ist wichtig, dass die internationale Gemeinschaft die humanitäre Hilfe vorantreibt und vollständig finanziert, noch bevor die schlimmste Zeit der Monsun-Saison startet“, betont auch Daphnee Cook, Save the Children-Sprecherin, die in Cox’s Bazar selbst arbeitet. „Zudem sollten den Rohingya-Familien andere Wohnflächen zur Verfügung gestellt werden, die nicht von Überschwemmungen oder Erdrutschen bedroht sind. Kommen neben starken Regenfällen auch noch Zyklone dazu, wäre das eine Katastrophe.“
 
Unsere Arbeit

Save the Children arbeitet seit 2012 in Cox's Bazar. Nach der Ankunft von mehr als 686.000 Flüchtlingsfamilien in den vergangenen beiden Jahren hat waren wir in der Lage, unsere Operationen drastisch auszuweiten. So betreiben wir für Kinder mehr als 40 kinderfreundliche Räume, in denen sie geschützt sind und für einmal wieder Kinder sein können.