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„Gesichter der Ausgrenzung“: Save the Children vergleicht Situation der Kinder weltweit

Save the Children veröffentlicht den Bericht „Gesichter der Ausgrenzung“, der die Situation von Mädchen und Jungen in 175 Ländern untersucht. Slowenien und Singapur liegen dabei auf Platz 1.
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31.05.2018

Das Ergebnis ist des Berichtes ist alarmierend: 1,2 Milliarden Kinder sind bedroht, ihre Kindheit zu verlieren. Bewaffnete Konflikte, große Armut und geschlechterspezifische Diskriminierung sind dafür drei wesentliche Faktoren.

Ömer Güven, CEO von Save the Children Schweiz, sagt: "Mehr als die Hälfte der Kinder dieser Welt sind benachteiligt, weil sie ein Mädchen sind, weil sie arm sind oder weil sie in einem Kriegsgebiet aufwachsen. Frühverheiratung, Kinderarbeit und Mangelernährung sind nur einige der alarmierenden Lebensumstände, die Kinder ihrer Kindheit berauben können. Das müssen wir ändern – und wir können es auch. Veränderung ist möglich, wenn wir gezielt in die Gesundheit, das Wohlergehen und den Schutz von Kindern investieren."

West- und Zentralfrika besonders betroffen

Zentrale Erkenntnisse aus dem Bericht:
  • Mehr als eine Milliarde Kinder leben in armen Ländern, 240 Millionen Kinder wachsen in Konflikten auf und mehr als 575 Millionen Mädchen sind geschlechtsspezifischer Diskriminierung ausgesetzt.  
  • Fast 153 Millionen Kinder leben in den 20 Ländern, in denen alle drei Bedrohungen gelten – dazu gehören Südsudan, Somalia, Jemen und Afghanistan. Unterernährung, Krankheiten und unzureichende Gesundheitsversorgung töten mehr als 20 Mal so viele Kinder in Kriegsgebieten wie konfliktbedingte Gewalt. 
  • Kinderarbeit liegt in Ländern, die von bewaffneten Konflikten erschüttert werden, um 77 Prozent über dem globalen Durchschnitt. Dort werden Mädchen auch häufiger früh-verheiratet. 
  • Die ärmsten Mädchen haben etwa dreimal so viele Geburten wie die wohlhabendsten Mädchen. 
  • Trotz ihrer wirtschaftlichen, militärischen und technologischen Stärke liegen die Vereinigten Staaten (Platz 36), Russland (Platz 37) und China (Platz 40) im Index hinter sämtlichen westeuropäischen Staaten. 
  • In Ostasien und im Pazifik erzielten 76 Prozent der Länder Fortschritte. Nur auf den Philippinen war ein Rückgang zu verzeichnen. Dort führt Mangelernährung zu gebremstem Wachstum.