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50.000 Kinder auf Sulawesi benötigen dringend mehr Schutz und Hilfe

Nach Angaben der indonesischen Katastrophenschutzbehörde benötigen knapp 50.000 Kinder dringend humanitäre Hilfe. Besonders Kinder, die von ihren Angehörigen getrennt wurden oder diese verloren haben, sind nach der verheerenden Naturkatastrophe extrem schutzbedürftig. 

 
Kinder, cfs, indonesien, tsunami

05.10.2018

„Überall sieht man Zerstörung: Häuser, die nur noch aus Schutt bestehen, Straßen, die es einfach nicht mehr gibt. Ich mache mir besonders um die Kinder Sorgen. Unzählige Mädchen und Jungen haben durch diese schreckliche Tragödie ihre Eltern verloren, andere wurden von ihren Familien getrennt. Die Kinder sind bisher komplett allein gelassen. Viele schlafen auf der Straße, weil sie einfach nirgends hingehen können. Viele sind voller Furcht und auch schwer traumatisiert. Diese Art von Erfahrungen sollte kein Kind je durchleben müssen“, sagt Zubedy Koteng, Kinderschutz-Experte von Save the Children in Palu.
 
Dennoch gibt es neben all der Tragik auch Geschichten mit einem glücklichen Ende. Eine dieser berichtete Dimas* unseren lokalen Kollegen von Save the Children. Seine neunjährige Schwester Puri* konnte lebend aus den Trümmern geborgen werden. Sie lag direkt neben einer Leiche und war zum Zeitpunkt ihrer Rettung kaum bei Bewusstsein. Zum Glück war eine ihrer Hände zu sehen, sodass die Menschen sofort begannen, den Schutt zu beseitigen. „Puri* wurde unter den Trümmer unseres Hauses begraben und fünfzig Meter vom eigentlichen Standort entfernt gefunden. Nur ganz wenige Häuser sind noch intakt. Als wir Puri* retteten, habe ich nicht damit gerechnet, dass überhaupt noch jemand überleben konnte. Es ist einfach ein Wunder“, sagt Dimas*.

Save the Children arbeitet mit seinem lokalen Partner Yayasan Sayangi Tunas Cilik (YSTC)  in Palu. Die Hilfsorganisation verteilt Nothilfe-Pakete, darunter Planen und Decken, Hygienesets und richtet Spiel- und Schutzräume ein. Besonderes Augenmerk der Organisation liegt dabei auf der Familienzusammenführung. 
 
„Kinder müssen so schnell es geht, wieder mit  ihren Angehörigen zusammenkommen. Das hat höchste Priorität und erfordert eine sorgfältige Koordination zwischen anderen Hilfsorganisationen, Behörden und der Regierung. Für verwaiste Kinder werden wir versuchen, andere Verwandte zu finden, die für sie Sorge tragen können", betont Zubedy Koteng. „Eine weitere große Herausforderung ist die Erreichbarkeit der Gemeinden auf Sulawesi. Viele liegen sehr abgeschieden und durch die Naturkatastrophe sind die Verkehrsverbindungen unterbrochen oder gestört. Das ist eine große Hürde, nicht nur für die Familienzusammenführung.”