Weiterer Zyklon in Mosambik – tausende Kinder gefährdet

Kenneth, der stärkste Zyklon, der den Norden Mosambiks je getroffen hat, verwüstete Ende letzter Woche weite Teile der Region. Tausende Familien haben ihr Zuhause verloren und sind durch die sintflutartigen Regenfälle von Hilfslieferungen abgeschnitten

30.04.2019

Es ist ein schreckliches Déjà-vu. Vor gerade mal sechs Wochen hatten wir eine ähnliche Situation, als Zyklon Idai durch die Mitte Mosambiks gefegt ist und Überschwemmungen die Kommunikation tagelang unterbrochen haben“, berichtet Nicholas Finney, Leiter der Nothilfemassnahmen von Save the Children in Mosambik.

Es ist das erste Mal in der Geschichte Mosambiks, dass zwei Zyklone dieser Grössenordnung innerhalb einer Saison auftraten. Denn Zyklon Kenneth ereignete sich nur einen Monat nachdem Zyklon Idai durchs Land fegte. Beim ersten starben mehr als 600 Menschen und fast eine Million Kinder sind von den Folgen des ersten Sturms betroffen. Ungefähr 700.000 Menschen sind nun auch noch von Zyklon Kenneth betroffen. Berichten zufolge sind die Inseln Matemo, Ibo und Quirimba völlig zerstört worden.

Zugang für Hilfslieferungen enorm schwierig

Nicholas Finney sagt weiter: „Wir sind sehr besorgt um tausende Familien, die in den Trümmern ihrer Häuser Schutz suchen. Sie brauchen dringend Nahrung, Wasser und eine Unterkunft, um die nächsten Tage zu überleben. Wir haben versucht, diese Familien zu erreichen, aber die Flüsse sind über die Ufer getreten und die Strassen überschwemmt. Helikopter sind mit einem Startverbot belegt, was den Zugang für humanitäre Hilfe fast unmöglich macht. Wir suchen verzweifelt nach Wegen, um Hilfsgüter zu liefern.

Save the Children setzt alles daran, die Betroffenen mit dringend benötigter Soforthilfe zu erreichen. Da die Hilfsmassnahmen für Zyklon Idai bereits unterfinanziert sind, ruft Save the Children jetzt – wo auch Menschen im Norden Mosambiks Hilfe benötigen – die internationale Gemeinschaft dringend dazu auf, Gelder für beide Notfallmassnahmen zur Verfügung zu stellen.

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