Erdbeben in Albanien: 9000 Kinder brauchen Hilfe

Save the Children ist vor Ort und arbeitet eng mit der Regierung zusammen, um die Situation in vier der betroffenen Gebiete - Durres, Tirane, Shijak und Fushe Kruje - einzuschätzen und Hilfsmassnahmen zu koordinieren.
Notunterkunft, Albanien

27.11.2019
(Bild: Kinder und Familien, die durch das Erdbeben ihr zu Hause verloren haben in einer Notunterkunft in Durres.)

Angesichts der anhaltenden starken Beben und Nachbeben in Albanien brauchen Tausende von Kindern und ihre Familien - von denen einige bei dem Erdbeben am Dienstag zusehen mussten, wie ihre Häuser einstürzten - lebenswichtige Unterstützung, warnte Save the Children heute.

Mindestens vier Kinder gehören zu den 40 Menschen, von denen bekannt ist, dass sie gestorben sind, und mindestens 675 Menschen sind verwundet. Die Such- und Rettungsmissionen dauern an, und es wird erwartet, dass weitere Opfer in den Trümmern gefunden werden.

Insgesamt sind rund 20.000 Menschen, darunter 9.000 Kinder, von den Erdbeben betroffen.

Save the Children ist vor Ort und arbeitet eng mit der Regierung zusammen, um die Situation in vier der betroffenen Gebiete - Durres, Tirane, Shijak und Fushe Kruje - einzuschätzen.  Wir reagieren auf die dringendsten Bedürfnisse von Familien und Kindern.
Die anhaltend starken Beben haben Krankenhäuser und medizinische Zentren weiter beschädigt, was es noch schwieriger macht, medizinische Dienstleistungen für die Bedürftigsten bereitzustellen.

Anila Meco, Länderdirektorin von Save the Children Albanien, sagt: 
"Kinder, die bereits durch den Schock eines schweren Erdbebens verängstigt und verwirrt waren, sind nach wie vor immer wieder potenziell traumatisierenden Erfahrungen ausgesetzt, wenn die nachfolgenden Beben und Nachbeben zuschlagen. Viele können kaum sprechen, aber wenn sie es tun, sagen sie mir, dass sie sehr verängstigt und besorgt sind, dass das Gebäude, in dem sie sich befinden, einstürzen wird. In Albanien ist es momentan kalt und regnet. Die Menschen brauchen dringend Zelte, Betten, Decken und Hygienesets sowie emotionale und mentale Unterstützung.

Dies ist ein Schock für betroffene Familien und das ganze Land, und wir befürchten, dass die Zahl der Toten und Verletzten immer noch steigen könnte. In solchen Situationen sind Kinder extrem verletzlich. Plötzlich ist ihr zu Hause zerstört, vielleicht haben sie Familienmitglieder oder Freunde verloren und ihre Habseligkeiten sind weg.
 
Kinder verstehen vielleicht nicht immer, was passiert ist, und diese Ereignisse können für sie potenziell traumatisierend sein. Wir fordern die Regierung auf, nach dieser Katastrophe besonders auf die Sicherheit der Kinder zu achten: Sie müssen in kinderfreundlichen Räumen geschützt werden, und sie brauchen Orte, an denen sie spielen und sich erholen können."


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