Pippi Langstrumpf unterstützt Mädchen, die besonders stark sein müssen

Vor 75 Jahren wurde die Geschichte von Pippi Langstrumpf das erste Mal veröffentlicht. Anlässlich dieses Jubiläums lancieren die Astrid Lindgren Company und die Kinderrechtsorganisation Save the Children ihre gemeinsame globale Kampagne „Pippi of Today“ mit dem Ziel, Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung für Mädchen auf der Flucht zu generieren.
Luisa

14.01.2020

An der internationalen Kampagne "Pippi of Today" beteiligen sich mehrere Unternehmen und Organisationen aus der Schweiz, Deutschland, Skandinavien, den Vereinigten Staaten, England, Frankreich, Spanien, Italien und Holland. Mit limited Edition Pippi Langstrumpf Produkten, Events und anderen Aktivitäten werden Spenden für die weltweite Arbeit von Save the Children für Mädchen auf der Flucht gesammelt. In der Schweiz beteiligen sich unter anderem Institutionen wie das Verkehrshaus Schweiz, Stadtlandkind, Payot Librairie und Hachette an der Kampagne. Gemeinsame Aktivitäten und Produkte werden im Verlauf des Jubiläumsjahres vorgestellt.

Olle Nyman, Astrid Lindgrens Enkel und CEO der Astrid Lindgren Company, sagt: „In einer Welt mit zunehmendem Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit haben wir die gemeinsame Verantwortung, die Stärke und das Potential von Kindern auf der Flucht aufzuzeigen. Mit der Hilfe von Pippi wollen wir jene Mädchen unterstützen, die Hilfe am meisten brauchen und uns dafür einsetzen, dass ihre Stimmen gehört werden. Die Aktivitäten von Save the Children haben das Ziel, diesen Mädchen zu helfen, während Pippi ihnen als inspirierendes Vorbild dient, das ihnen Stärke und Hoffnung geben soll.“

Vor 75 Jahren kam Pippi Langstrumpf – das stärkste Mädchen der Welt – allein in eine neue Stadt. Heute werden Millionen Mädchen gezwungen, ihr zu Hause zu verlassen und in fremde Städte und Länder zu ziehen. Mädchen auf der Flucht brauchen all ihre Kraft, ihren Mut und ihre Hoffnung, um sich den damit verbundenen Herausforderungen zu stellen und einen Weg in eine selbstbestimmte Zukunft zu finden. Sie sind die Pippis von Heute – die Pippis of Today.

Zahl der Mädchen auf der Flucht erreicht Rekordhoch
Die Zahl von Mädchen auf der Flucht ist seit dem zweiten Weltkrieg nie mehr so hoch gewesen wie heute. Vor allem Mädchen sind gefährdet und mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Sie sind einem höheren Risiko ausgesetzt, Opfer von Gewalt und Ausbeutung wie sexuellem Missbrauch und Frühverheiratung zu werden. Zudem sind sie in den meisten Fällen gezwungen, ihre Schulbildung abzubrechen.

Um diese traumatischen Erlebnisse aufzuzeigen, hat Save the Children mit 13 Mädchen auf der Flucht gesprochen. In den Interviews erzählen sie von ihren Erlebnissen, geben Einblick in ihren aktuellen Lebensalltag und ihre Träume für die Zukunft. Eines dieser Mädchen ist die zwölfjährige Luisa*, die nach ihrer Flucht alleine mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester in Kolumbien lebt. Luisa ist eines von Millionen Kindern, die von Venezuela nach Kolumbien geflohen sind. Ihr Vater musste daraufhin die Familie verlassen, da er an einem Ort Arbeit gefunden hat, an den er sie nicht mitnehmen konnte.

Luisa sagt: "Alles, was ich mitgebracht habe, passt in meine kleine Tasche. Ich packte meine Kleider, meine Notizbücher und ein paar Bücher. Und etwas Stoff, aus dem ich Kleider für die Puppe meiner kleinen Schwester mache."

Ömer Güven, Geschäftsführer von Save the Children Schweiz, sagt: „Kinderrechte kennen keine Grenzen. Alle Kinder sollten die gleichen Rechte haben, ungeachtet dessen, wer sie sind und wo auf der Welt sie leben. Save the Children freut sich, mit der Astrid Lindgren Company zusammenzuarbeiten, um unsere Arbeit für Mädchen auf der Flucht zu verstärken. Wir haben Mädchen auf der Flucht in verschiedenen Ländern interviewt, um ihre Erfahrungen zu hören und zu verstehen, wie wir ihnen mit unserer Arbeit noch besser helfen können und sicherstellen können, dass jedes Mädchen weltweit überlebt, lernt und geschützt ist."