Save the Children unterstützt die Konzernverantwortungsinitiative

Konzernverantwortungsinitiative

Aktuelles

Zum Entscheid des Ständerates vom 26.09.2019
Nach zwei Jahren, 19 Kommissionssitzungen und zweimaliger klarer Zustimmung des Nationalrates hätte der Ständerat am Donnerstag die Gelegenheit gehabt, einen breit getragenen Kompromiss zu verabschieden. Dieser beinhaltete zwar erhebliche Abstriche gegenüber der Konzernverantwortungsinitiative, hätte aber doch zu minimalen Regeln gegen die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen durch Konzerne geführt. Dass der Entscheid nun ein weiteres Mal vertagt wurde, bedauern wir sehr.

Aber: Die Unterstützung für die Konzernverantwortungsinitiative wächst derweil stetig. Nebst den 114 Organisationen der Zivilgesellschaft stehen ein Wirtschaftskomitee aus 140 Unternehmer/innen, die beiden Landeskirchen und zahlreiche andere kirchliche Akteure, ein neugegründetes «Bürgerliches Komitee für Konzernverantwortung» und Tausende von Freiwilligen in 250 lokalen Komitees hinter der Initiative. Die Initiant/innen sind zuversichtlich für die Abstimmungskampagne und werden ihr Engagement mit voller Kraft fortsetzen.

Darum geht es

Globale Geschäfte, globale Verantwortung – das fordert die Konzernverantwortungsinitiative. Konzerne mit Sitz in der Schweiz sollen Verantwortung übernehmen und Menschenrechte und internationale Umweltstandards weltweit respektieren. Den Kern der Initiative bilden zwei Komponenten: die Pflicht zur Sorgfaltsprüfung und der Haftungsmechanismus.

Einerseits müssen Unternehmen überprüfen ob ihre Geschäftstätigkeiten ein Risiko für Mensch und Umwelt sind, Massnahmen dagegen ergreifen und öffentlich über die Risiken und getroffenen Massnahmen berichten. Der Haftungsmechanismus komplementiert die Sorgfaltsprüfung: bei Menschenrechtsverletzungen oder Umweltschäden durch Tochtergesellschaften oder kontrollierte Unternehmen im Ausland haftet der Hauptsitz in der Schweiz - ausser, das Unternehmen kann aufzeigen, dass es seine Sorgfaltsprüfung korrekt durchgeführt hat. Dann kann sich das Unternehmen aus der Haftung befreien.

Das Prinzip, auf dem dieser Mechanismus basiert ist einfach: Wer einen Schaden anrichtet, soll dafür auch Verantwortung übernehmen.

Darum unterstützen wir die Initiative

Save the Children Schweiz engagiert sich gemeinsam mit Privatpersonen, Stiftungen, Kirchen und der öffentlichen Hand, aber auch zusammen mit Unternehmen, um gemeinsam Projekte für die am stärksten benachteiligten Kinder durchzuführen. Unsere Organisation ist ausschliesslich durch Spenden finanziert. Ohne die grossartige Unterstützung all dieser Körperschaften könnten wir unsere Arbeit für Kinder nicht fortführen. 

Zusammen mit Unternehmen setzen wir uns auch dafür ein, die Rechte der Kinder in ihren täglichen Geschäftspraktiken zu achten und zu implementieren. Damit stellen wir sicher, dass die direkten und indirekten Effekte, die eine Firma auf Kinder hat, ausschliesslich positiver Natur sind.

Die Initiative hat mit der verpflichtenden Sorgfaltsprüfung einen starken präventiven Charakter. Die Unternehmen sollen sicherstellen, dass es zu keinen Menschenrechtsverletzungen oder Umweltschäden in ihrer Geschäftstätigkeit kommt. Die Initiative fordert dabei nichts weniger als das, was wir ohnehin von Unternehmen erwarten, mit welchen wir zusammenarbeiten. Insofern ist die Unterstützung der Konzernverantwortungsinitiative für Save the Children Schweiz eine logische Fortsetzung unseres Engagements. 

Kontakt

Sie haben Fragen rund um die Initiative und das Engagement von Save the Children? Schreiben Sie uns unter partner@savethechildren.ch. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.