Schweiz: Nie Gewalt an Kindern

Die Prävalenz von erzieherischer Gewalt in der Schweiz ist nach wie vor hoch: Die Hälfte aller Eltern wenden körperliche Gewalt an. Kleine Kinder sind am häufigsten davon betroffen.
Aktuelle Studien1 zeigen, dass die Prävalenz von erzieherischer Gewalt in der Schweiz generell hoch ist: Die Hälfte aller Eltern wenden körperliche Gewalt an. Kleine Kinder sind am häufigsten davon betroffen. Jeder vierte Elternteil greift zudem regelmässig auf psychische Gewalt zurück. Dabei erleiden Jugendliche aus benachteiligten Familien doppelt so häufig auch schwere Körperstrafen2.

Bewusstseinsförderung zu Langzeitauswirkungen von Gewalt gegen Kinder

Gewaltanwendung bei Kindern beeinträchtigt nachweislich ihre Entwicklung und kann verschiedene negative Langzeitfolgen haben. Unterstützung und konstruktive Zusammenarbeit mit den Familien ist nicht nur essentiell zur Gewaltprävention, sondern auch, um die Chancen von besonders benachteiligten Kinder zu verbessern.

Durch die Entwicklung von Weiterbildungsangeboten und Informationsmaterial zu Langzeitauswirkungen von Gewalt gegen Kinder sensibilisieren wir Eltern, Behörden, Mitarbeitende von Asylunterkünften und weitere Akteure, die in Kontakt mit besonders verletzlichen Kindern und ihren Familien sind und ermöglichen einen präventiven Umgang mit Konflikten. Asylunterkünfte unterstützen wir bei der Verankerung des Grundsatzes "Nie Gewalt".  Wir arbeiten mit Kantonen und Gemeinden zusammen, um den besonderen Schutzbedarf der am stärksten benachteilgten Kinder in der Schweiz zu gewährleisten.

Durch die aktive Vernetzung und Kooperation, Teilnahme in Fachgruppen und an Fachtagungen, Publikationen und Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit arbeiten wir darauf hin, dass Gewalt gegen Kinder in der Schweiz nicht toleriert wird. 

Stimmen von Kindern und Jugendlichen

Zum Thema gewaltfreie Erziehung
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